Was ist wichtiger? BMI oder Bauchumfang
15 August 2007
Wie das Ärzteblatt meldet, hat eine aktuelle Studie aus Dallas gezeigt, dass der Body-Mass-Index (BMI) nicht so aussagekräftig für das Ausmaß einer Herzerkrankung wie der Bauchumfang ist. Dies ist das Ergebnis der aktuellen “Dallas Heart Study”. Dabei wurde der BMI mit dem Bauchumfang / Hüftumfang (bzw. dem Quotienten “Waist-Hip-Ratio”).
In Deutschland läuft dazu auch schon seit längerem die Aktionsreihe: “Bauchumfang ist Herzenssache“. Es informiert, über das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen beim kombinierten Auftreten von erhöhtem Bauchumfang, erhöhtem Blutzucker, veränderten Blutfettwerten und Bluthochdruck. Leider ist die Aktion scheinbar gerade in der Sommerpause.
Gelesen bei: Ärzteblatt
Vor dem Start des neuen Gewebegesetzes in Deutschland kommt Bewegung in den Markt nut menschlichen Zellen und Geweben. Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) gibt ihre Tochterfirma GSO-G auf. Grund dafür ist eine deutliche Trennung zwischen der nicht kommerziellen, gemeinnützigen Organspende von der durch das Gesetz geschaffenen eher kommerziellen Gewebespende.
Die DSO agiert bundesweit als Koordinierungsstelle für Organspenden, betreut Krankenhäuser und koordiniert die internationale Vermittlungsstelle.
Die neue Firma (ehemals DSO-G) wird ab sofort laut Website “Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation mbH” firmieren. Die Firma wird geführt durch die Medizinische Hochschule Hannover, die Uniklinik Leipzig sowie die Uniklinik Dresden.
Link zur Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation
Sehr lesenswert ist der Artikel in der Brand Eins (04 / 2007) zu “Rohstoff Mensch”
Hast Du dicke Freunde?
27 Juli 2007
Eine Studie (Framingham-Studie) aus Harvard hat mich heute zum Schmunzeln gebracht. Einfach gesagt: Wenn Du soziale Kontakte zu adipösen Menschen unterhältst, ist es wahrscheinlicher auch unter Adipositas zu leiden als durch genetische Veranlagung.
Klar ist mir, dass ein schönes Essen und die Übertragung ähnlicher Lebensstile zu solchen Ergebnissen führen kann. Aber die Studienergebnisse führen auch aus, dass es Cluster (Gruppierungen) jeweils unter dünnen und unter übergewichtigen gibt. Selbst Freundschaften über weite Entfernungen zeigten gleiche Ergebnisse.
Hier mal eine Übersicht zu den Clustern:

Quelle: Ärzteblatt
Aber die tollste Erkenntnis: Geschwister sind weniger ansteckend für das Körpergewicht. Adipöse Geschwister erhöhen das Risiko “nur” zu 40 %. Der Partner “nur” noch zu 37 %. Daraus kann man schließen, dass eine enge Freundschaft den Lebensstil mehr prägt als Ehe und Familie.
Da stellt sich mir doch gleich eine weitere Frage: Haben solche Netzwerke auch ähnliche Auswirkungen bei Trinkern? Sportsüchtigen? Spielsüchtigen?
Ich such mir mal nun neue Freunde. Ich bin mit meinen Freunden zufrieden!
Gelesen: Ärztezeitung
Link zur Framingham Heart Study
Link zur Ernährungsberatung des Nestlé Ernährungsstudio
Urteil: erschreckend
Neue Studie von Roland Berger zum Pharma-Marketing
26 Juli 2007
Roland Berger hat eine neue Studie zu den Marketing- und Vertriebsmodellen im Pharmamarkt in Europa vorgestellt, die mir auch vorliegt.
Dabei gab es weniger überraschende (Beratungs-)Ergebnnisse:
- das traditionelle Vermarktungsmodell gerät zunehmend unter Druck
- Pharmakonzerne müssen ihren Vertrieb neu strukturieren
- der Kunde rückt wieder stärker ins Zentrum des Geschäftsmodells (inkl. Ausbau des CRM-Marketings)
Aber auch überraschende Ergebnisse:
Im Gegensatz zu anderen Studien und Expertenmeinungen (und eigenen Erfahrungen), die den API (Allgemeinmediziner, Internist, Praktiker) in den Vordergrund schieben, behauptet die Roland Berger-Studie, dass die Relevanz abnehmen wird.
Im Gegensatz dazu sollte die Relevanz von anderen Gruppen (sog. Stakeholdern) für das Pharmamarketing und den Pharmavertrieb steigen. Dazu zählen u. a. Fachärzte. Ich persönlich denke, dass die Relevanz vom API beibehalten wird und die anderer Stakeholder - bis auf die Fachärzte - steigen wird.
Somit scheint es auch so, dass unsere Arbeit in der Firma doch nicht umsonst ist *g*
Urteil: sehr lesenswerte Studie mit interessanten Impulsen
Link: zur kostenlosen Bestellung
P.S.: Cocomore ist eDetailing-Anbieter
Geschäftsmodelle für die Zahnärzte in Deutschland
20 Februar 2007
In der Welt der Apotheken hat sich ein anfänglicher Trend bereits als Strategieoption heraus kristallisiert. Neben den “normalen” Apotheken gibt es Discount-Apotheken sowie die Full-Service-Apotheke, die sich um alle Belange kümmert.
Diese Entwicklung ist im Bereich der Ärzte noch nicht angekommen. Die Zahnärzte sind in dieser Hinsicht progressiver und proben die neuen Geschäftsmodelle bereits. Die Trends gehen dabei in zwei unterschiedliche Richtungen: Mc Zahn und MacDent. Beide Modelle sind mit Sicherheit erfolgsversprechende Ansätze für eine kundenorientierte Versorgung von Patienten.
Die Modelle im Überblick:
McZahn arbeitet als Franchising-Geber, positioniert sich Discounter für zahnmedizinische Eingriffe und will in den kommenden Jahren eine dreistellige Zahl an neuen Praxen eröffnen. Die McZahn AG lässt ihren Kronen und Brücken in China fertigen und bietet die „Regelversorgung mit Zahnersatz“ zum Nulltarif an, soweit es sich um Regelleistungen der gesetzlichen Krankenkassen handelt.
MacDent wurde 1999 gegründet und seit 2000 umgesetzt. Das Franchising-Unternehmen zielt nach eigenen Angaben auf einheitlich hohe Qualität bei Beratung und Behandlung.
Mehr zum Thema: Artikel in der FTD
Pillen adé - Zahnprothese willkommen!
6 Februar 2007
Ja wer glaubt’s denn? Stellen Sie sich vor: Sie sind chronisch krank und nehmen täglich Medikamente ein. Viele kennen diese Situation. Jedoch scheint eine Lösung nahe: Legen Sie sich Ihr Medikamenten-Pool in Ihrem Zahn an! So verrückt wie es klingt, so interessant kann es für Patienten werden. Das IBMT - Fraunhofer Institut für Biomedizinische Technik hat Intellidrug entwickelt, welches Medikamente schrittweise dosiert an den Patienten abgibt. Intellidrug wird fast wie eine Prothese in den Mund eingesetzt. Ich bin gespannt auf die Entwicklung - obwohl kein Medikamenten-Konsument.
Gelesen bei: AOK Clarimedis - Die Gesundheitsberater der AOK Rheinland/Hamburg
Größte medizinische Errungenschaften
6 Februar 2007
Was sind wohl die größten Errungenschaften im Medizin- und Gesundheitswesen?
Nein, nicht das Taschentuch und auch nicht die Pille. Es ist viel banaler und doch lebenswichtiger. Laut einer Umfrage - durchgeführt vom “Britisch Medical Journal” (BMJ) ist sauberes Wasser (Wasserversorgung und -entsorgung) gefolgt von Antibiotika / Penicilin sowie der Anästhesie.
Sind Betäubungsmittel nicht was schönes?
Die ganze Liste kann nachgelesen werden unter: Focus.de
Ärztekammer Thüringen mit Online-Konto
1 Februar 2007
Die Landesärztekammer Thüringen hat mitgeteilt, dass seit Januar 2007 alle Fortbildungspunkte auf einem Online-Konto verwaltet werden. Dort werden alle Fortbildungen erfasst, die per Barcode-Etiketten bzw. im Original eingereicht werden. Dies ist ein erster Schritt zur Online-Verwaltung der Fortbildunngspunkte (CME).
Gelesen beim Ärzteblatt
Link zum Online-Konto der Landesärztekammer Thüringen
Link zu Online CME - einer CME-Plattform
Röntgen à la iPod
30 Januar 2007
Und der Kampf der kleinen mobilen Begleiter geht weiter. Dass Nutzer mit dem iPod Lieder abspielen und Fotos anschauen können, ist ja längst bekannt. Neuerdings sind auch Röntgenbilder und digitale Akten auch keine Fremdwörter mehr für den kleinen Begleiter mit dem “i” im Namen.
Das Unternehmen “Records for Living” bietet die Technologie der Patientenakte an.
Gelesen bei: DocCheck