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Kopf ab - viraler Spot: Körper zerlegen
26 Oktober 2007
Tja, was sehen wir denn hier?
Ein neuer Spot hakt sich durch’s Netz. Die Konzeption und Idee ist durchaus gelungen und macht Spa. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich fortan beim Küssen “fremder Leute” (was ich natürlich nicht mache (-: ) immer an diesen Spot denken muss.
Vor dem Start des neuen Gewebegesetzes in Deutschland kommt Bewegung in den Markt nut menschlichen Zellen und Geweben. Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) gibt ihre Tochterfirma GSO-G auf. Grund dafür ist eine deutliche Trennung zwischen der nicht kommerziellen, gemeinnützigen Organspende von der durch das Gesetz geschaffenen eher kommerziellen Gewebespende.
Die DSO agiert bundesweit als Koordinierungsstelle für Organspenden, betreut Krankenhäuser und koordiniert die internationale Vermittlungsstelle.
Die neue Firma (ehemals DSO-G) wird ab sofort laut Website “Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation mbH” firmieren. Die Firma wird geführt durch die Medizinische Hochschule Hannover, die Uniklinik Leipzig sowie die Uniklinik Dresden.
Link zur Deutschen Gesellschaft für Gewebetransplantation
Sehr lesenswert ist der Artikel in der Brand Eins (04 / 2007) zu “Rohstoff Mensch”
Ich glaubte meinen Augen nicht und brauchte einige Sekunden, um meine Luftnot zu besiegen! Becel hat nach dem TV-lastigen Cholesterin-Tagebuch von B.R. mit einem nächsten Flight eine weitere Episode aufgelegt. Die liebe B.R. wirkt leider diesmal irgendwie ausgelaugt und schlapp. Ich hoffe doch nicht von Becel pro aktiv. ![]()
Und diese rote Bluse mit der Ziehharmonika… Einen Hauch von Marianne & Michael verströmte der Spot allenthalben. Mal im Ernst: Wer hat diesen Spot(t) verbrochen? Ich hoffe, dass dieser nie auf einer Shortlist landet.
Ganz stolz verkündete B.R., dass ihr Cholesterinspiegel innerhalb der 3 Testwochen von 253 auf 210 gesunken ist. Natürlich nur und durch Becel pro aktiv. Das waren magische Momente. Oder lags doch am Tagebuch?
Becel rettete ihr Leben. Und weil’s gerade so schön schmalzig ist, öffnet B.R. der TV-Öffentlichkeit Ihren Kühlschrank. Dieser besteht nur aus Obst, Gemüse, ein wenig Käse und Marmelade - und natürlich dazwischen ausschließlich Becel-Produkte. Hallo? Liebste Werber, in welcher Fantasiewelt ist denn dieser Weichspüler Weichspülspot entstanden? Scheinbar schauen die kreativen Jungs zu selten mal in den Kühlschrank ihrer Kunden. Es ist ganz klar. Es fehlen die Süßigkeiten, der Senf gleich neben dem Wodka und dem Gleitgel.
Aber im Ernst: es ist ja möglich, dass Kunden auf solche Becel-Spots reinfallen. Aber insgesamt ist der genauso schal und einfallslos wie der erste Becel-Werbespot.
Allein die Markendehnung empfinde ich selbst jetzt noch zweifelhaft. Jedes Mal im Kühlregal des Supermarkts meines Vertrauens sehe ich einige Produkte der Reihe “Becel pro aktiv”. Aber leider kann ich mich nicht anfreunden. Es ist ja auch nicht böse von mir gemeint NEIN!, aber ich habe immer augenblicklich das Gefühl an einem Stück Butter zu lecken. Schon mal gemacht? Nein? Probiert es aus! Es ist ein unglaubliches Gefühl. Wer grad kein Stück Butter da hat, kann auch am Samtteppich lecken. Das sollte den ähnlichen Effekt bringen.
Und weil alles nichts nutzt, hier ein persönlicher Appell: Liebste B.R., ich kannte Sie zwar nicht vor dem Becel-Spot, jedoch glaube ich kaum, dass Sie mit diesen Einstellungen Vertrauen und Glaubwürdigkeit für die Marke Becel gewonnen haben. Ich finde, dass hier die Werber gründlich versagt haben. Sorry Kollegen. Die Idee und Aktion mag gut gemeint gewesen sein. Ich finde gesundheitsfördernde Aktionen mehr als unterstützenswert - jedoch sollte der Mix an Idee, Authentität und Botschaft richtig gewählt sein. Der Verbraucher ist mündig und hat mich Sicherheit nicht nur Becel im Kühlschrank - auch und trotz eines erhöhten Cholesterinspiegels. Sorry Becel, so ist das wahre Leben! Oder Frau R.? Schauen Sie doch einmal selbst in Ihren Kühlschrank. Gern veröffentliche ich ein Fotos Ihres Kühlschranks!
Übrigens, für einen Moment habe ich mich sogar gefreut: Ich habe eine Dose “Becel pro aktiv” im Kühlschrank meiner Eltern entdeckt. Werden die nun auch vom Cholesterinspiegel gerettet?
Und der war net so leer und Becel-lastig.
Urteil: nicht mehr nett gemeint wie bei Episode 1, sondern nur peinlich. Hier wird mit den Ängsten und dem Unbekannten der Verbraucher gespielt. Danke Frau R.
P.S.: Schicken Sie mir Ihre Fotos vom Kühlschrankinhalt zu. Wir zeigen der Becel-Welt das wahre Gesicht!
Hast Du dicke Freunde?
27 Juli 2007
Eine Studie (Framingham-Studie) aus Harvard hat mich heute zum Schmunzeln gebracht. Einfach gesagt: Wenn Du soziale Kontakte zu adipösen Menschen unterhältst, ist es wahrscheinlicher auch unter Adipositas zu leiden als durch genetische Veranlagung.
Klar ist mir, dass ein schönes Essen und die Übertragung ähnlicher Lebensstile zu solchen Ergebnissen führen kann. Aber die Studienergebnisse führen auch aus, dass es Cluster (Gruppierungen) jeweils unter dünnen und unter übergewichtigen gibt. Selbst Freundschaften über weite Entfernungen zeigten gleiche Ergebnisse.
Hier mal eine Übersicht zu den Clustern:

Quelle: Ärzteblatt
Aber die tollste Erkenntnis: Geschwister sind weniger ansteckend für das Körpergewicht. Adipöse Geschwister erhöhen das Risiko “nur” zu 40 %. Der Partner “nur” noch zu 37 %. Daraus kann man schließen, dass eine enge Freundschaft den Lebensstil mehr prägt als Ehe und Familie.
Da stellt sich mir doch gleich eine weitere Frage: Haben solche Netzwerke auch ähnliche Auswirkungen bei Trinkern? Sportsüchtigen? Spielsüchtigen?
Ich such mir mal nun neue Freunde. Ich bin mit meinen Freunden zufrieden!
Gelesen: Ärztezeitung
Link zur Framingham Heart Study
Link zur Ernährungsberatung des Nestlé Ernährungsstudio
Urteil: erschreckend
Neue Studie von Roland Berger zum Pharma-Marketing
26 Juli 2007
Roland Berger hat eine neue Studie zu den Marketing- und Vertriebsmodellen im Pharmamarkt in Europa vorgestellt, die mir auch vorliegt.
Dabei gab es weniger überraschende (Beratungs-)Ergebnnisse:
- das traditionelle Vermarktungsmodell gerät zunehmend unter Druck
- Pharmakonzerne müssen ihren Vertrieb neu strukturieren
- der Kunde rückt wieder stärker ins Zentrum des Geschäftsmodells (inkl. Ausbau des CRM-Marketings)
Aber auch überraschende Ergebnisse:
Im Gegensatz zu anderen Studien und Expertenmeinungen (und eigenen Erfahrungen), die den API (Allgemeinmediziner, Internist, Praktiker) in den Vordergrund schieben, behauptet die Roland Berger-Studie, dass die Relevanz abnehmen wird.
Im Gegensatz dazu sollte die Relevanz von anderen Gruppen (sog. Stakeholdern) für das Pharmamarketing und den Pharmavertrieb steigen. Dazu zählen u. a. Fachärzte. Ich persönlich denke, dass die Relevanz vom API beibehalten wird und die anderer Stakeholder - bis auf die Fachärzte - steigen wird.
Somit scheint es auch so, dass unsere Arbeit in der Firma doch nicht umsonst ist *g*
Urteil: sehr lesenswerte Studie mit interessanten Impulsen
Link: zur kostenlosen Bestellung
P.S.: Cocomore ist eDetailing-Anbieter
Medikamenten-Suche und Preisvergleich für Google Toolbar
29 April 2007
Tja, leider war ich vorher krank und konnte dieses Tool nicht nutzen. Onmeda hat eine Erweiterung des Medikamenten-Ratgebers Questimed bekannt gegeben.
Was ist Questimed?
Der interaktive Medikamenten-Ratgeber Questimed auf Onmeda bietet Nutzern ohne medizinische Vorkenntnisse schnell und einfach passende Arzneimittel. Der Clou: Die Nutzer können sich über die Medikamente informieren und außerdem Geld sparen: Der angeschlossene Medikamenten-Preisvergleich MediPreis zeigt alle Alternativen und verlinkt direkt zur jeweils günstigsten Online-Apotheke. Der Service ist ein Gemeinschaftsprojekt von OnVista und der Cocomore AG.
Wer häufiger nach Medikamenten sucht und die Google Toolbar installiert hat, kann jetzt die Questimed-Suchfunktion in die Google Toolbar integrieren.
Dafür muss einfach der folgende Link angeklickt werden:
Medikamenten-Suche mit der Google Toolbar
und schon erscheint in der Google Toolbar ein neues Icon, mit dem der Nutzer die Medikamenten-Suche starten kann:

Alternativ ist der Link auch über “Medikamentensuche für Ihre Google-Toolbar installieren” auf Questimed verfügbar.
Also - fleißig installieren!
Links:
Patienten bewerten Ärzte
12 März 2007
Und schon wieder ist ein Online-Portal gestartet: Topmedic.de! Ziel: Patienten sollen Ärzte und Zahnärzte nach ihren Leistungen bewerten; es gibt bereits Online-Portale wie helpster.de und auch immer wieder Statistiken in Magazinen und im Fernsehen. Grundsätzlich sind solche Initiativen zu begrüßen, da diese die Transparenz fördern und so auch die Mund-zu-Mund-Propaganda in die Online-Welt übertragen kann.
Laut Ärzteblatt überprüfen Redakteure von TopMedic auch die eingegeben Kommentare und Kritiken. Das ist im Sinne der redaktionellen Qualität zu begrüßen. Auf geht’s!
Neue Suchmaschine für Mediziner gelauncht
25 Februar 2007
Gerade ist von Transinsight GmbH in Dresden die erste “wissensbasierte” Suchmaschine für Ärzte gestartet worden. Die Suchmaschine MeSHPubMed habe den Vorteil, dass sie die Inhalte nach dem Standard des “Wissensnetzwerks MeSH (Medical Subject Headings, eine Initiative der National Library of Medicine, USA)” sortiere, so das Unternehmen. Das erleichtere das Suchen und Finden von wissenschaftlichen Artikeln. Hilfreich sei vor allem die logische Strukturierung und Aufbereitung der wissenschaftlichen Artikel. Angeblich sei durch diese Suchmaschine im Vergleich zu populären Suchmaschinen wie Google auch eine bessere Auffindbarkeit von geeigneten Artikeln gewährleistet.
Nun, jeder freut sich, dass das Suchen unseren geliebten Ärzten dann schneller von der Hand geht.
Gelesen bei: Informationsdienst Wissenschaft
Dem gegenüber ergab eine Studie im britischen Ärzteblatt, dass Suchanfragen bei Google durchaus hilfreich sein kann, um z. B. seltene Krankheitsbilder zu identifizieren. Das zeigt, dass unsere geliebten Ärzte durchaus beide Suchmaschinen bedienen sollten!
Gefunden bei: Deutsches Ärzteblatt
Suchen ist “in” - nach Medikamenten und Ärzten
25 Februar 2007
Was wird im Gesundheitsbereich gesucht und genutzt? Auf jeden Fall werden medizinische Informationen immer stärker nachgefragt. Der mündige Patient steht im Mittelpunkt von Suchen und Finden. Aber was gehört zu einem mündigen Patienten? Auf der einen Seite, möchte sich der Patient natürlich über seine Beschwerden und potenziellen Krankheiten informieren.
Dies wird aber nicht den Arztbesuch ersetzen! Und was unternimmt deshalb ein Patient als nächstes? Richtig. Er / sie sucht nach einem passenden Arzt - mit Hilfe einer Arztsuche. Diese Annahmen werden durch aktuelle Pressemeldungen und Erfahrungen bestätigt. Hier einige Tipps im Web:
Medikamente-Ratgeber von Onmeda
Beispiel einer Arztsuche
Arztsuche und viele andere Service-Angebote (nur für Ärzte, Login u. a. über DocCheck)
Gelesen bei: Ärztezeitung