Hast Du dicke Freunde?
27 Juli 2007
Eine Studie (Framingham-Studie) aus Harvard hat mich heute zum Schmunzeln gebracht. Einfach gesagt: Wenn Du soziale Kontakte zu adipösen Menschen unterhältst, ist es wahrscheinlicher auch unter Adipositas zu leiden als durch genetische Veranlagung.
Klar ist mir, dass ein schönes Essen und die Übertragung ähnlicher Lebensstile zu solchen Ergebnissen führen kann. Aber die Studienergebnisse führen auch aus, dass es Cluster (Gruppierungen) jeweils unter dünnen und unter übergewichtigen gibt. Selbst Freundschaften über weite Entfernungen zeigten gleiche Ergebnisse.
Hier mal eine Übersicht zu den Clustern:

Quelle: Ärzteblatt
Aber die tollste Erkenntnis: Geschwister sind weniger ansteckend für das Körpergewicht. Adipöse Geschwister erhöhen das Risiko “nur” zu 40 %. Der Partner “nur” noch zu 37 %. Daraus kann man schließen, dass eine enge Freundschaft den Lebensstil mehr prägt als Ehe und Familie.
Da stellt sich mir doch gleich eine weitere Frage: Haben solche Netzwerke auch ähnliche Auswirkungen bei Trinkern? Sportsüchtigen? Spielsüchtigen?
Ich such mir mal nun neue Freunde. Ich bin mit meinen Freunden zufrieden!
Gelesen: Ärztezeitung
Link zur Framingham Heart Study
Link zur Ernährungsberatung des Nestlé Ernährungsstudio
Urteil: erschreckend
29 Juli 2007 at 8:26
Klar, sollte man echte Freunde nicht wegen so einer Studie in den Wind schreiben. Aber durch dick und dünn gehen, kann gesundheitlich riskant sein. Soziale Netze spielen offenbar nicht nur bei Online-Communities eine grosse Rolle. Wenn es stimmt, was die Framingham-Studie behauptet, wären Diätforen, Weightwatcher und Fitnessstudios für adipöse die grössten Risikofaktoren. Ganz so wird es auch nicht sein. Eher geht es darum, überhaupt ein Bewusstsein für Adipositas zu entwickeln. Wenn alle Freunde dick sind, wird es “normal”. Und damit nicht mehr sozial “störend”. Genau diese Entwicklung läuft in den USA, wo schon knapp 2/3 verfetten. Das ist wie eine Lawine, weil man eben schon XXXXL für völlig normal hält…
29 Juli 2007 at 9:08
Mit nicht sind Fitnessstudios und Diätforen Risikofaktoren für adipöse Menschen. Jedoch geht die Studie in die richtige Richtung. Sie deutet darauf hin, dass bei sozialen Netzen mit ähnlichen “Problemen” das “Problem” wohl nicht so wahr genommen wird… Ich sehe die Lawine auch zukommen. Eine sehr dicke Lawine!
Und dahinter auch die Kosten für die mehrfach erkrankten Personen. Sie sind ja meistens nicht nur “fett”, sondern es kommen Typ 2 Diabetes, Herzkrankheiten und weitere Folgekrankheiten. Da sollte schon vorher Prävention betrieben werden!!! Oder?